1.8.2005

Grundsteinlegung Vin 21plus


Bei strahlendem Sonnenschein und in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft legten Vinnolit-Geschäftsführer Dr. Josef Ertl und Christian Heilmeier, der Technische Niederlassungsleiter von Bilfinger Berger in Passau, den Grundstein für das neue Trocknergebäude.
"Dass es gelungen ist, die Investition ins Bayerische Chemiedreieck zu holen, liegt an dem verfahrenstechnischen und chemischen Know-how, das in Jahrzehnten hier aufgebaut wurde und letzlich an dem Konzept, dass das Produktionsteam hier ausgearbeitet und vorgelegt hat", betonte Dr. Kurt Kreilein, Leiter des Standortmanagements Süd. Dr. Wolfram Prößdorf, Leiter der Business Unit Paste und Extender, verwies auf das dynamische Marktwachstum bei Pasten-PVC in Osteuropa und die starke Stellung von Vinnolit im nordamerikanischen Markt. Eine Voraussetzung für den Erfolg mit PVC-Spezialitäten liege in der Innovationsführerschaft. "Im vergangenen Jahr wurden 40% des Absatzes aus unserer Burghauser Pastenanlage mit Produkten erzielt, die erst in den letzten fünf Jahren auf den Markt gebracht wurden", so Dr. Prößdorf. Die Entwicklung der Burghauser Pastenproduktionsmenge von 27.000 Tonnen pro Jahr in 1993 auf - dann - bis zu 75.000 Tonnen in 2007 und die technischen Details der Erweiterung präsentierte Dr. Rudolf Puhe, Leiter des Produktionsteams E-PVC. "Das hochflexible E-Batch-Verfahren erlaubt ein maßgeschneidertes Produktdesign und hat eine führende Kostenposition, verbunden mit ökologischen Vorteilen und einer europäischen Spitzenposition bei der Minimierung von Monomeremissionen, inne", unterstrich Dr. Puhe. Die Investitionssumme für den Ausbau in Höhe von 16,5 Mio. Euro ist Teil eines Investitionsprogramms der Vinnolit in Burghausen in Höhe von 27 Mio. Euro in den Jahren 2005 bis 2007.
"Vinnolit bekennt sich mit dem Ausbau nachdrücklich zum Standort Burghausen als Zentrum für die Produktion von PVC-Spezialitäten. Dies ist nicht selbstverständlich, denn wir stehen nicht nur mit unseren Produkten im weltweiten Wettbewerb, sondern auch mit unseren Standorten. Und hier erwarten wir von der Politik zuverlässige Rahmenbedingungen, die unsere Wettbewerbsfähigkeit unterstützen und nicht beeinträchtigen", appellierte Dr. Josef Ertl an die anwesenden Politiker, bevor er allen an diesem Projekt Beteiligten - im Namen der Vinnolit-Geschäftsführung - Dank für ihr hohes Engagement und die erbrachten Leistungen aussprach. "Wir haben uns für Burghausen entschieden, weil wir in Deutschland hervorragende, engagierte Mitarbeiter mit sehr gutem Know-how für diese komplexen Produktionstechnologien haben", so Dr. Ertl.
Die für die weitere Entwicklung des Bayerischen Chemiedreiecks notwendigen Rahmenbedingungen wurden auch in den Grußworten von Dr. Hans Seidl, als Vorsitzendem der Bayerischen Chemieverbände und Vorsitzendem des Vinnolit-Aufsichtsrats, und Wacker-Werkleiter Dr. Willi Kleine eingefordert. Schließlich zeichnen sich in den kommenden Jahren im Bayerischen Chemiedreieck größere Investitionen ab.
Die Appelle aus der Wirtschaft fielen bei den anwesenden Politikern auf fruchtbaren Boden. Stephan Mayer, Mitglied des Deutschen Bundestags, und Ingrid Heckner, Mitglied des Bayerischen Landtags, sagten in ihren Grußworten Unterstützung zu, um die vorhandenen Probleme - genannt wurden insbesondere die unzureichende Verkehrsinfrastruktur Straße/ Schiene, die zu hohen Energiekosten in Deutschland und die europäische Chemikalienpolitik - anzugehen. "Energiepolitik ist Wirtschaftspolitik", betonte Stephan Mayer. Stefan Jetz, der Stellvertretende Landrat des Landkreises Altötting, und Burghausens 1. Bürgermeister Hans Steindl machten deutlich, dass in der Region auch weiterhin im Sinne der wirtschaftlichen Entwicklung gehandelt werde. Ein gutes Beispiel seien die schnellen Genehmigungsverfahren.

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