10.4.2012

ChemDelta Bavaria zeigt Flagge in Berlin

Der erste parlamentarische Abend der Initiative ChemDelta Bavaria in der bayerischen Landes-Vertretung in Berlin am 3. April 2012 stieß auf großes Interesse: Zahlreiche Bundestagsabgeordnete und Verantwortliche aus verschiedenen Ministerien trafen sich mit Unternehmensvertretern aus dem Chemiedreieck in Südost-Bayern und Politikern aus der Region zum Informationsaustausch. Dominierende Themen waren die Verkehrsinfrastruktur und Energieversorgung.

Dr. Günter von Au, Vorsitzender der Bayerischen Chemieverbände und Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie AG, betonte die tiefe Verwurzelung der heute überwiegend global agierenden Unternehmen in Südostbayern. Er hob insbesondere drei Aspekte hervor, die für die künftige Entwicklung der Region von entscheidender Bedeutung sind:
  • Auch wenn das Bayerische Chemiedreieck traditionell großen Wert auf eine fundierte Ausbildung legt und hier hervorragende Nachwuchsarbeit betrieben wird, so gilt es, die Anstrengungen noch zu intensivieren und beispielsweise die Etablierung eines universitären Instituts in der Region zu forcieren.
  • Die logistische Anbindung des Chemiedreiecks über Straße und Schiene mit der Abwicklung gewaltiger Warenströme über unzureichende Verkehrsträger bezeichnete Dr. von Au als „nicht länger tragbar“ und stieß damit auf breite Zustimmung.
  • Als dritten Punkt führte er schließlich noch die sichere Versorgung mit kostengünstiger Energie auf, wo im internationalen Wettbewerb mittlerweile eklatante Unterschiede die Position der Unternehmen im Chemiedreieck schwächen.
Abschließend appellierte der Vorsitzende der Bayerischen Chemieverbände an die Politik, „die Rahmenbedingungen für diesen Wirtschaftsstandort so zu gestalten, dass er langfristig erfolgreich bleibt“. Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer fand die Positionen der Industrie absolut nachvollziehbar und sagte seine weitgehende Unterstützung zu. Bezüglich der A94 zitierte er die Aussage von Stephan Mayer, MdB, dass überall dort, wo Baurecht besteht, auch gebaut werden muss. Beim Bahnausbau wünschte sich Ramsauer in Übereinstimmung mit den Unternehmensvertretern mehr Geschwindigkeit. Dabei steht in den nächsten Jahren für ihn die Entschärfung von Engpasssituationen im Vordergrund. Der Verkehrsminister verwies auf den geplanten Ausbau der Strecke Mühldorf – Tüssling sowie die erst vor wenigen Tagen bereit gestellten Mittel in Höhe von acht Millionen Euro für die ersten Planungsarbeiten an weiteren Abschnitten.

Lesen Sie mehr in der Presseinformation von ChemDelta Bavaria.



„Weitgehende Unterstützung der Politik bezüglich Weiterbau der A 94 und Ausbau der Bahnstrecke in das bayerische Chemiedreieck“: Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (links) im Gespräch mit Dr. Günter von Au, Vorsitzender der Bayerischen Chemieverbände und Vorstandsvorsitzender der Süd-Chemie AG, und dem Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer.



ChemDelta Bavaria ist eine Gemeinschaftsinitiative der Unternehmen im Bayerischen Chemiedreieck zu Sicherung und Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaftsregion im Einklang mit den Menschen und der Umwelt in Südostbayern.


www.chemdelta-bavaria.de