17.12.2013

Demand-Side-Management : Großes Potenzial für energieintensive Unternehmen wie Vinnolit?


Das Energieprojekt „Demand-Side-Management“ untersucht, wie die Stromnachfrage in Unternehmen flexibler gestaltet werden kann. „Unternehmen können mit der Flexibilisierung ihres Stromverbrauchs nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten“, erklärt Aigner. „Sie können diese Flexibilität auch als Dienstleistung vermarkten und so neue Geschäftsfelder für sich erschließen. Die Voraussetzung dafür ist, dass sie wissen, wie sie ihre Anlagen flexibel betreiben können. Mit unserem Pilotprojekt unterstützen wir bayerische Unternehmen dabei. Daher fördert die Staatsregierung das Vorhaben mit rund 430.000 Euro.“

Neben Stephan Kohler, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung, und Bertram Brossardt Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, nahm auch Dr. Michael Winhold, Stv. Leiter Produktion & Technik der Vinnolit GmbH & Co. KG, als Vertreter der Industrie an der Pressekonferenz teil.

In seinem Statement betonte Dr. Michael Winhold unter anderem:
„Aus Sicht der energieintensiven Unternehmen sind die Anforderungen an eine nachhaltige Energieversorgung klar umrissen: Neben Umweltverträglichkeit und Klimaschutz ist vor allem eine zuverlässige Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen unerlässlich. Die Zukunftsfähigkeit dieser Unternehmen muss auch im Rahmen der Energiewende sichergestellt werden.
….Demand-Side-Management bietet auch die Chance, dass große industrielle und gewerbliche Energieabnehmer zum Gelingen der Energiewende mit beitragen, indem sie einer volatiler werdenden Energieversorgung eine aktive Steuerung der Stromnachfrage entgegensetzen.
…Wir stehen bei diesem Thema noch am Anfang systematischer Untersuchungen und dieses Projekt der Bayerischen Staatsregierung und der dena wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, vorhandene Potentiale zu erkennen und wenn möglich auszuschöpfen. Demand-Side-Management kann ein wichtiger Baustein bei der Energiewende werden. Es muss dringend ein neues Strommarktdesign geschaffen werden, um Erneuerbare Energien marktfähig zu entwickeln und mit der konventionellen Stromerzeugung und verschiebbaren Lasten aus Industrie und Gewerbe zu verbinden.
Hierzu sind natürlich auch langfristig stabile, geeignete politische Rahmenbedingungen zwingend erforderlich. Nicht nur die Erzeuger von erneuerbaren Energien auch die Unternehmen als große Energieverbraucher benötigen Planungs- und Investitionssicherheit. Ohne diese Rahmenbedingungen wird Demand-Side-Management und auch die Energiewende nicht gelingen.“

Im Anschluss an die Pressekonferenz war ein Fernsehteam von Sat.1 Bayern bei Vinnolit in Gendorf zu Besuch - den daraus entstandenen Beitrag "Strom am Standort Bayern" können Sie sich unter diesem Link ansehen.

Hier finden Sie die Pressemitteilung des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.



von links: Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur
GmbH Stephan Kohler, Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Stv. Leiter
Produktion & Technik der Vinnolit GmbH & Co. KG Dr. Michael Winhold,
Vizepräsident und Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen
Wirtschaft Bertram Brossardt



von links: Stephan Kohler, Ilse Aigner, Bertram Brossardt und Dr. Michael Winhold